Die Kleider der Stars – Lady Gaga Teil 2: Politisch und freakig

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Und da sind wir wieder. Im letzten Teil unserer Serie haben wir uns mit den Kleidern von Lady Gaga befasst. Die ehemalige Schülerin einer katholischen Mädchenschule hat sich ja vollkommen ins Zeug gelegt, um den konservativen Muff der religiösen Gefilde zu verlassen und ist mittlerweile eine der Provokantesten Künstlerinnen unserer Zeit. Es gibt einfach niemanden, der Lady Gaga an Ausgefallenheit übertreffen könnte. Was Gagas einzigartigen Look betrifft, so ist dieser natürlich den zahlreichen Kollaborationen mit den schrillsten Designern der Welt zu verdanken. Das Meat-Dress, welches sie zu den VMAs 2010 trug, hatten wir ja bereits diskutiert. Das Kleid bestand aus Bauchlappen vom Rind und duftete nicht nur angenehm, sondern schaffte es auch die komplette Presse diskutieren zu lassen, weshalb das Tragen eines solchen Kleides denn notwendig ist. Ich weiß nicht, wann genau die Presse zuletzt ein Kleidungsstück (Okay, es ist mehr als nur ein Kleidungsstück) derartig kontrovers besprach.

Für die Mode im Allgemeinen und im Besonderen für den Modeschöpfer Franc Fernandez war der Rummel um das Teil natürlich großartig. Nicht nur, dass Mode mal wieder in den Nachrichten diskutiert wurde und sich Menschen darüber austauschten, was Fashion überhaupt kann oder darf – Nein: es bescherte Franc Fernandez einiges an Ansehen. Doch die Reaktionen fielen nicht ausschließlich positiv aus. Tierschutzvereine und vegetarische Gruppierungen liefen Sturm gegen die Präsentation. Vertreter der Vegetarian Society in den USA formulierten ihre Kritik wie folgt: „No matter how beautifully it is presented, flesh from a tortured animal is flesh from a tortured animal. Enough animals die for food and they should not be killed for stunts like this.“.

Man mag es sehen wie man will, aber ich finde es toll, dass Mode auch einmal politisch werden darf. Aber das muss nicht jedem gefallen, schließlich soll Mode ja Spaß machen und nicht nur gesellschaftspolitische Debatten aufgreifen. Wer also jetzt genug vom Meat-Dress-Gate gelesen hat, dessen Ausdauer wird belohnt – denn wir gehen weiter und sehen uns andere verrückte Outfits der schrägen Lady Gaga an.

Lady Gaga Flower Dress

Auch die Gaga kann sich „gewöhnlicheren“ Trends nicht völlig entziehen. Blumen-Prints und Blumenapplikationen auf Kleidern waren in den letzten Jahren super angesagt. Anlässlich eines kleinen Ausfluges ins Restaurant trug Gaga ein umwerfendes Kleid, das mit falschen Blumen in Lila und Pink besetzt war. Dazu trug sie eine Sonnenbrille mit pinken Gläsern sowie weiße Handschuhe. Das scheint schon viel zu sehr zu harmonieren, deshalb musste  Lady Gaga dazu natürlich auch noch glänzende Reitstiefel in Magenta tragen. Wem das immer noch zu steif ist, den kann man an das gelbe Kuscheltier verweisen, welches Gaga die ganze Zeit mit sich trug. Puh, Glück gehabt, Lady Gaga wird doch nicht normal.

Marc Jacobs 2010 Spring Fashion Show

Marc Jacobs Fashion Show war für die Gaga endlich mal wieder ein Anlass nicht komplett aus der Rolle zu fallen. In New York City trug sie ein schwarzes Chiffonkleid bedruckt mit grauen Steinen. Darüber trug sie einen weißen Trenchcoat, schwarze Handschuhe, schwarze Clutch und einen schwarzen Hut. Man ist die Gaga langweilig geworden! Denkste, man darf nicht vergessen zu erwähnen, dass Lady Gaga zum Outfit noch eine mit Juwelen besetzte Maske trug, die sehr stark an die Masken erinnern, die Michael Jacksons Kinder tragen mussten, um nicht den Paparazzi zum Opfer zu fallen. Ob diese Maske ein Statement war? Sicher kann man sich bei Lady Gaga nie sein.

Was immer man von Lady Gaga musikalisch hält, ihrer Kleider sind einfach atemberaubend und niemals langweilig. So sollte Mode immer sein: anrüchig und provozierend. Leider bleibt nicht genug Platz um all ihre verdrehten Outfits zu zeigen. Man darf aber trotzdem auf ihre nächsten Auftritte gespannt sein.

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