Maxikleider 2012
 

Gothic Kleider – eine spannende Geschmackssache

Sicherlich hat der Gothic-Look nicht nur Freunde. Viele Menschen verbinden mit dem dunklen Aussehen und den etwas schrägen Klamotten Böses und Unheimliches. Sie können sich nicht erklären, wie die Mode, die scheinbar nur Schwarz kennt, es auf die Straße schaffen konnte. Manche Menschen finden es einfach unheimlich, wenn Menschen ausschließlich Schwarz tragen. Sofort wird der Look mit Satanismus und okkulten Riten in Verbindung gebracht. Sicherlich gab es diese Strömungen in der Vergangenheit. Aber was die Kultur der Goths anbelangt, so spielen solch Merkwürdigkeiten in der Mode keine Rolle. Mittlerweile sind die Kleider, die sich historisch am Sechzehnten, Siebzehnten und Achtzehnten Jahrhundert orientieren, in die tägliche Mode eingezogen.

Gerade Kinofilme wie Twilight oder Serien wie The Vampire Diaries zeigen, das es mit „dunklen Themen“ überhaupt keine Berührungsängste gibt. Durch das Fernsehen und den Film sind junge Menschen heute permanent in Kontakt mit dieser Kultur. Es entstand sogar ein regelrechter Hype. Aber nochmal zum alles bestimmenden Schwarz: Die Farbe Schwarz gilt der Szene zwar als Abgrenzungsmerkmal und Zeichen der Zugehörigkeit, allerdings hat diese Subkultur keinen Hoheitsanspruch darauf. Schwarz war immer ein Zeichen von eleganter Mode und sicherem Stil. Sehen wir aber mal etwas genauer nach, mit welchen Kleidern wir es beim Gothic-Look zu tun haben und was der szenefernen „Durchschnittsfrau“ als Inspiration dienen kann. Vor allem die Kleider im Romatik-Look und die engen schwarzen Kleider sollen dabei in den Fokus rücken.

Die Dark-Romantik-Kleider mit langem Rock und Satin-Unterrock, sehen wirklich traditionell aus und haben gar nichts Gruseliges. Die Röcke fallen weit aus und besitzen zum Teil Reißverschlüsse, die die Kleider auch praktisch machen. Die engen bordeauxfarbenen Stoffe der Eustche Pinstripe Kleider sind hoch geschnitten mit Bordüre. Das ist edel und verlässt das schwarze Genre sogar etwas. Super sexy sind natürlich auch die provokanten Korsetts, die zu keinem Kleid fehlen dürfen. Besonders Unterbrustkorsetts aus Satin mit Spitze sind der Renner. Kurze erotische Samtkleider und Schnürsandaletten werden von Stars wie Nina Dobrev (Starlet von The Vampire Diaries) so modisch in Szene gesetzt, dass sie dem Gothic-Look noch viel mehr Sexappeal beifügt. Toll, dass die Gothic-Mode die etwas eingestaubten Mieder wieder aus der Kleidertruhe geholt hat. Waren sie eigentlich schon seit Jahrzehnten ungeeignet für das Tragen auf der Straße, werden sie jetzt wieder um den Bauch gezogen. Mal aus Leder mal aus synthetischen Stoffen oder Denim. Das passt perfekt zu kurzen Kleidern.

Super aufreizend sind natürlich die Lackkleider. Sie zeigen so vieles, dass es absoluten Mutes bedarf, sie wirklich in der Fußgängezone zu tragen. Zumal die Kleider wirklich hart in Richtung Fetisch gehen. Was kann sich Frau nun also von diesem Stil abschauen? Frauen wie Dita von Teese machen es vor: Schwarze Haare, schwarzes Kleid, schwarze Strumpfhose und Lackschuhe, sind einfach eine modische Kombination. Dieser Look wirkt extrem elegant und ist total konsistent. Eine goldene Sonnenbrille kann den Style weiter abrunden. Black-in-Black ist modisch und muss sich nicht verstecken. Die sonst so kunterbunte Katy Perry präsentierte sich bei den NARM 2012 Music Biz Awards im Goth-Look. Lila Haartränen und ein schwarzes Kleid mit transparenter Optik waren ein absoluter Blickfang. Ketten mit Kreuz-Anhänger und schwarze High-Heels wurden perfekt mit dem Kleid kombiniert. Auch Twilight-Star Kirsten Steward ist vom Gothic-Glam überzeugt.

Sie und ihre Schauspielkollegin Charlize Theron trugen zur Premiere ihres Filmes Snow White and the Huntsman eng taillierte, transparente Kleider mit viel Spitze. Charlize Theron trug sogar ein Kleid aus der Kollektion von Christian Dior. Dies ist vielleicht ein Zeichen dafür, wie sehr der Gothic-Trend in der Highfashion angekommen ist und mit dem Trend geht. Der Gothic-Look ist also aus seinem Nischendasein herausgetreten und hat bereits die roten Teppiche der globalen Unterhaltungsindustrie erobert. Ein komplettes, szenetypisches Goth-Outfit dürte nicht jeder Frau zusagen. Einzelne Elemente und Kleider sind allerdings durchaus interessant und inspirieren heute schon weltbekannte Designer.

Punkkleider – und andere Kuriositäten

Es war Ende der Siebziger: die Rockmusik befand sich in ihrer Blüte, brauchte aber neue Einflüsse. Das was die Musik brauchte, bekam sie von Bands wie den legendären Ramones, Velvet Underground und Led Zeppelin. In England stürmten plötzlich revoltierende Musiker wie The Clash und The Sex Pistols die Bühnen des Empire und erzielten durchschlagenden Erfolg. Doch nicht nur in der Musik eroberte die Punk-Szene die Herzen der Teenager, auch in der Kleidung folgten die Einflüsse. Jugendkultur hat schon immer neue Trends gesetzt, vor allem in der Kleidung. Ziel der Punkmode war es dabei möglichst viel Verwirrung zu stiften. Auffallen um jeden Preis hieß die Devise. Bei Männern waren es die Lederjacken und zerfetzten Jeans sowie  wirre rebellische Haarfrisuren –  allen voran der Irokesenschnitt – , bei Frauen waren es provokante Kleider und rasierte Köpfe.

Mittlerweile haben Punk-Kleider Einzug in den Modemainstream gehalten. Es gibt sie in allen Farben und ihr Ziel ist es anzuecken und die Köpfe der verspießten Mehrheitsgesellschaft zum Wenden zu bringen. Das Punk-Kleid zeichnet sich häufig durch Karo-Muster aus, welche Anlehnung an den Geburtsort des Punk, das British Empire nehmen. Karomuster haben sich vor allem auf den schottischen Kilt der Dudelsackspieler befunden. Punk versucht also Elemente „alter“ Kleidungsstücke mit neuen, scheinbar nichtkompatiblen Modestücken zusammen zu bringen. Die Kleider müssen, um wirklich zu provozieren, natürlich eines sein: kurz. Taillierte Trägerkleider mit vielen Ösen und Schnüren geben ein gutes Beispiel für den aufreizenden Style. Egal ob Leoparden-Look oder Zebrastreifen, die Muster der Kleider werden in verschiedensten Farben angeboten: Hauptsache es entsteht ein Kontrast. Metall darf auf der Kleidung auf gar keinen Fall fehlen.

Nieten verschiedener Art können auf den Kleidern angebracht werden: Killernieten, Bügelnieten, Metallnieten – alles ist erlaubt. Da alles auffällig sein muss, glitzern und funkeln ausdrücklich erlaubt ist, gehören auch Elemente wie bunte Pailletten und kristalle Strasssteine unbedingt dazu. Viele Punk-Kleider sind mit Stoffen wie Tüll und Netz gefertigt. Das verleiht den Kleidern einen sehr verspielten und mädchenhaften Charakter. Auf das Punk-Kleid gehören natürlich auch dicke Prints und fette Grafiken. Von der politischen Botschaft bis zum simplen Stinkefinger, der die Kultur der Punks sehr deutlich umreißt, lässt sich das Kleid je nach Lust und Laune ausstatten. Und welche Accessoires zum Kleid? Da dürfen auf gar keinen Fall Boots fehlen. Die bekannten Springerstiefel, die die Härte der Straße wie kaum ein anderer Schuh widerspiegeln, sind ein Muss zum Kleid. Heutzutage hat sich die Punkmode natürlich etwas weiter entwickelt. Deshalb finden sich auch Pumps im kunterbunten Style. Zum kurzen Kleid passen dann wieder auffällige Nietengürtel, die lässig um die Taille hängen.

Taschen brauch die Punklady von heute natürlich auch. Da hat sich die Punkmode Ideen aus der Welt des Militärs geholt. Einfache Army-Taschen aus dickem, groben Material werden mit Ansteckern und Aufnähern versehen. Diese Idee ist wunderbar individualistisch, weil sie Freiraum lässt, selbstständig gestalterisch tätig zu werden. Bei der Farbwahl ist Kreativität gefragt, denn die Taschen können so verziert werden, dass sie perfekt zum Punk-Kleid passen. In der Zwischenzeit hat der Punkrock natürlich etwas an seiner gesellschaftskritischen Masse verloren. Punk wurde zu einer jugendlichen Subkultur, wie Rockabilly und Surfer. Sie alle befanden sich im fundamentalen Widerspruch mit der Gesellschaft und nutzen modische Wege um diesen auszudrücken. Heute erobern Punk-Designer wie die Engländerin Vivienne Westwood die Herzen der Highfashion-Liebhaber. Egal in welcher Stadt und in welchem Land, ob Mailand oder New York, Westwoods Kollektionen ecken zwar an, werden aber gleichsam gefeiert und die Designerin für ihren Mut bewundert. Vielleicht ist Punk tot –  wobei Punks not Dead ja bekanntlich die Losung der Bewegung war – vielleicht haben sich die Punks nur neue Wege gesucht, ihren Protest kundzutun. In jedem Fall haben sie viel für die Gesellschaft getan, indem sie die Toleranzgrenze maßgeblich erweiterten und es dadurch auch anderen Trends vereinfachten, sich durchsetzen zu können.

Gucci-Kleider für Herbst/Winter 2012/13

Das Modehaus Gucci ist eines der traditionellsten Labels Italiens. 1921 wurde es von seinem Gründer Guccio Gucci ins Leben gerufen und hat wie so viele andere Labels – beispielsweise Louis Vuitton und Hermes – keine Wurzeln im Damen Prêt-à-Portes. Guccio Gucci begann seine Karriere wie Thierry Hermes als Sattler und Zeugmacher. Gucci kam durch seine Waren, die sich vor allem an Reitsportler verkauften, in Verbindung mit wohl situierten Menschen der gehobenen italienischen Gesellschaft. Seine Taschen und Koffer fanden als Reisegepäck reißenden Absatz. Heute ist Gucci ein Global Player im Modegeschäfft. Aber  erst sehr spät, im Jahre 1978, bereitete Gucci eine Damenmode Kollektion vor. Diese fand sofort viele Kunden und großes Lob in der gesamten Modewelt. Das Modehaus hatte stetig versucht, sich zu verbessern. Dies gelang insbesondere durch die Verpflichtung einiger namenhafter Designer. So kam Tom Ford 1994 in das Traditionsunternehmen und blieb ganze neun Jahre als Chefdesigner. Später beerbte Alessandra Fachinetti Tom Ford, bis schließlich 2006 Frida Giannini in das Unternehmen kam. Die Tochter eines Architekten und einer Kunsthistorikerin sagt selbst über sich, dass ihr Aufwachsen einen Einfluss darauf hatte, wie geschult ihr Auge heute für die schönen Dinge des Lebens ist. Das Handwerkszeug erlernte sie in London, Florenz und Rom. Und natürlich durch einen: Tom Ford. Aber aus dessen Schatten ist sie bei Gucci längst herausgetreten. Das beweisen Preise wie der „International Designer of the Year“- Award des japanischen Fashion Editors Club.

Die Herbst/Winter Kollektion 2012, die während der Mailänder Fashion Week präsentiert wurde, ist dunkel und elegant geworden, hat aber auch kühle, distanziert wirkende Elemente. Die Kleider sind mal aus schweren, mal aus leichten Stoffen gefertigt. Samt kommt genauso ins Spiel, wie locker fallende Seide. Farblich changiert die Kollektion zwischen dunkel und noch etwas dunkler. Dunkles Rot, dunkles Grün, Braun und natürlich Schwarz geben den Ton an. Transparente Rockteile und Oberteile wirken sehr sexy und lassen die Abendkleider nichts an ihrer Eleganz verlieren. Ornamente auf transparenten Kleidteilen wirken klassisch, etwas düster und abgerückt. Die Kleider sind meist sehr feminin geschnitten und verzichten im wesentlichen auf voluminöse Rockteile. Schwarzer Lackschuh ist zu diesem dunklen Outfit unverzichtbar. Auch hohe Schnürstiefel passen perfekt und lassen den Look etwas ins Militärische gehen. Die langen Mäntel unterstreichen diesen Eindruck nochmals.

Für diese Kollektion musste wahrscheinlich der ein oder andere Vogel die Federn lassen. Glänzende Federröcke und Federjacken lockern die Kollektion ein wenig auf. Auch auf den dunklen, transparenten Kleidern, die viel Bein freigeben, ist das Glänzen von Federn ein Augenschmaus. Bis auf Ausnahmen verzichtete Gucci bei der Präsentation seiner Herbst/Winter Kollektion auf Taschen. Persönlich mag man dies schade finden, denn oft würde die Tasche, den doch sehr strengen Look etwas weniger „aggressiv“ wirken lassen. Dunkle Hose, mit Ornamenten verzierte Taschen, Stiefel mit hohem Schaft und kurzer Lederjacke, die einem abgeschnittenen Militärmantel ähnelt, fallen in dieser Kollektion am ehesten in die Kategorie ready-to-wear. Persönlich hat mich diese Kollektion von Gucci wirklich etwas geschockt. Die Models haben etwas Vampirhaftes an sich, etwas Kühles und Angst einflößendes. Nicht das dies etwas daran ändert, das Gucci eine hervorragende Kollektion gemacht hat. Die Kleider zeigen wirkliche kreative Gesinnung, die Stoffe sind klug gewählt und am Ende ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Einige werden wieder beklagen, dass zu viele Tiere für diese Kollektion ihr Leben gelassen haben, was sicherlich eine Angelegenheit der individuellen Einstellung ist.

Ich hätte mir vielleicht ein klein wenig mehr an Farben und Freude gewünscht. Auch dies ist Geschmackssache, am oberen Ende der Eleganz-Skala ist Gucci mit der Herbst/Winter Kollektion 2012 trotzdem angekommen.

Kleider im HipHop – Von der Bronx in den Schrank – oder wahnsinnig vielseitig?

Ja gibt es das denn? Naturgemäß war der HipHop eine Männerdomäne. Heutzutage ist HipHop Teil der Popkultur und einer der bestimmenden Musikstile in verschiedensten Ländern. Früher einmal kannte er nur eine Sprache: Englisch. Derzeit finden wir das Genre in allen Sprachen und in so vielen Stilen, das es nicht immer einfach ist, überhaupt noch den qualitativen Unterschied zu machen. Enstanden ist der Hiphop aus einer Mischung von RnB und Soulmusik, in den Achtzigern waren es HipHop-Adepten wie KRS-One und Africa Bambata, die dem HipHop als Jugendkultur in den USA zum Durchbruch verhalfen. Weltweit wurde das Genre durch Rapper wie Tupac Shakur, Notorious BIG, Nas und Jay-Z bekannt. Die „Hopper“, die in den Ghettos zuhause waren, machten auch den modischen Hiphop Style zur tragfähigen Mode.

Bei Männern waren es insbesondere Baggy-Pants und Sneaker, dazu Daunenjacken und lange T-Shirts und Hemden, die den Look ausmachten. Auch das weibliche Geschlecht, das anfänglich nur schmückendes Beiwerk der Kultur war, etablierte sich in den vorigen Jahrzehnten immer intensiver als wichtiger Teil der Jugendkultur. Ihr Look ähnelte dem der Corner Boys hatte aber natürlich weiblichere Elemente wie enge Jeans und Tops im Repertoire. Um die Geschichte des Kleides in der Hiphop Kultur zu erforschen, müssen wir etwas weiter ausholen. Rapperinnen wie Estelle und Lauran Hill wendeten sich, entgegen der vielleicht mächtigsten Rapperin im Show-Business, Missy Elliot, vom Stil der Straße ab und zelebrierten das Tragen von weiblicheren Kleidungsstücken. Nicht nur wurde die Mode enger und figurbetonter auch die Eleganz hob sich. Ein gutes Beispiel dafür ist Estelles Video „American boy“ (mit Kanye West), in dem sie Gerüchten zu Folge ein Kleid von Amazon trägt. Das Label ist dabei nicht so relevant wie der Fakt, dass ein solches Kleid von einer Rapperin getragen wird.

Das Hip Hop-Kleid kann sich also ganz oben an der Highfashion-Treppe ansiedeln, aber auch viel geerdeter sein. Jedenfalls ist es feminin und unterstützt die weiblichen Kurven in besonderem Maße. So wichtig die musischen Einflüsse früherer Generationen auf die Entwicklung des HipHop als musikalisches Genre waren, so wichtig ist der kulturelle Background der afroamerikanischen Kultur für die Entwicklung des Kleides. Funk und Soul halfen der Musik auf die Sprünge, der modischen Entwicklung kamen besonders die Styles der Sechziger und Siebziger zu Gute. Soul-Legenden wie Aretha Franklin trugen lange und bunte Kleider, die glänzten und manchmal dezent mit Pailletten bestückt waren. Die verschlungenen Prints, die an der Taille enden, kommen auch heute wieder super bei jungen, modebewussten Frauen an und machen jeden Sommer noch heißer. Nicht zu vernachlässigen ist die Herkunft der Black-Musik-Idole, die der Mode ihren Stempel aufdrückten. Die vielfarbigen kreolischen Kleider und das Aussehen von amerikanischen Stammesgewändern drückte der Mode ihren Stempel auf.

Aber HipHop ist heute vor allem eines: Sexy. Für den Gang in den Club ist das „Kleine Schwarze“ angesagter Renner. Dazu trägt die stylische Hopperin  hohe Schuhe. Die Kleiderwahl muss sich demnach in Richtung Mehrheitsgesellschaft entwickelt haben. Accessoires zu den Kleidern sind dünne goldene Ketten. Diese können gern super „bling bling“ sein. Falsche Steine oder unechtes Gold, das zählt im Club nicht viel. Es geht um den Spaß und das Dekolletée. Zum kurzen Kleid passt die Lieblingsclutch und drüber gern eine kurze Daunenjacke, die unterhalb der Hüfte abschließt. Aber Achtung: Die Jacke sollte nicht zu kurz sein, sonst sieht man schnell mal aus, als wäre man gerade mit Ronald Amundsen von einer Südpol-Expedition gekommen. Wie es auch sein mag. So etwas wie DAS EINE Hiphop-Kleid gibt es nicht. Es gibt Einflüsse und Subgenres, genau wie in der Musik. Doch dies darf uns freuen, denn so kann Frau ganz im HipHop-Style im Club sexy ihre Hüften schwingen, aber auch gediegen bei der Sommerparty chillen.

Lagerfeld Kleider 2013 – Haute Couture vom feinsten

Lagerfeld ist eine Legende. Seit mehreren Jahrzehnten macht der Alterlose Haute Couture und Prêt-à-porter.

Seine Kollektionen für Chanel sind zeitlose Klassiker, bewegen die Modewelt aber jedes Jahr aufs neue, wenn König Karl zu Schau ruft. Zum Schaulauf kamen natürlich wieder die großen Stars verschiedener Profession: Schauspielerin Tilda Swinton, Sängerin Vanessa Paradies und die Legende des Modejournalismus Andre Leon Talley.

Es war abzusehen, dass die Location der Chanel Cruise Collection einen exklusiven Standort bekommen würde, mit dem Schloss Versailles hätten die Gäste des Tages aber dann vielleicht doch nicht gerechnet.

Man mag sich das nur einmal auf der Zunge zergehen lassen: eine Lagerfeld Modenschau in den Gärten Versailles, eingerichtet zwischen wundervoll gezüchteten Pflanzen und eindrucksvollen Springbrunnen – einfach himmlisch. Es lässt sich also mutmaßen, dass das höfische Leben Thema der neuen Chanel-Show gewesen sein wird. Aber was gab es zu sehen? Vor allem helle Töne, pastellblau und weiß dominieren die Kleider. Spielereien stehen im Fokus: Blumenapplikationen und Spitzenrüsche, die perfekt an den Hof passt.  Seide, Schleifen und hauchdünne Stoffe verführen dazu, sich in eine längst vergangene Welt zu Träumen.

Bei der Länge der Kleider scheint Lagerfeld variabel gearbeitet zu haben; mal fast so kurz wie ein Mini, mal lang bis zu den Knöcheln.

Die Rockteile der Kleider waren wieder einmal ausladend und detailreich. Auch Tüll und transparent Dekolletées durften nicht fehlen.

Sehr interessant war die Idee, die Models mit Kurzhaarperücken laufen zu lassen. Dieser Schnitt passt natürlich gar nicht in die Zeit. Der Rokoko war für seine hohen, ausladenden Frisurformen bekannt. Lagerfeld hat damit natürlich nicht einfach einen Fehler gemacht, sondern in völliger Absicht gehandelt. Er wollte einen Widerspruch erzeugen. Pink gefärbte Kurzhaarperücken in Versailles und dazu Kleider mit farbigen Applikationen? Das ist ganz klar Rebellion!

Doch Lagerfeld wäre nicht Lagerfeld, wenn er es bei einem kleinen Seitenhieb belassen hätte. Bei der Schuhwahl schlägt er nach. Wahrscheinlich hätten sich in Versailles alle den typischen Rokoko-Schuh vorgestellt, einer mit einfacher Schnürung, der über dem Knöchel abschließt. Nichts da! Lagerfeld lässt seine Models Turnschuhe tragen. Mal schwarz-weiß, mal gold-weiß oder doch einfarbig, die Schuhe bilden einen Kontrast zum Kleid. Interessant zu sehen war, dass Lagerfeld – genau wie Prada für den Herbst/Winter 2012/2013 – auf hohe Absätze und dicke Sohlen besteht. Ein weiterer Kontrast, der den Blick zwischen kurzem Kleid und Fuß wandern lässt. Bei auffälligen Kleidern eines solchen Kalibers, gespickt mit Raffinesse und widersprüchlichen Kompositionen, stellt man die Frage, welche Bedeutung die Accessoires einnehmen. Antwort: Sie sind sehr präsent aber bleiben unaufdringlich. Lagerfeld setzt auf goldene Schleifchen, breite Halsbänder, die ebenfalls golden und detailreich verschlungen sind. Wenn Hüte zum Kleid auftauchen, so sind sie extrem groß, manch einer auch bunt gefärbt. Die Handtasche muss bei der diesjährigen Chanel Cruise Collection absolut zum Kleid passen. Muster der Kleider lassen sich auf den Handtaschen wiederfinden und bilden dadurch einen abgeschlossenen Look, der dennoch provoziert. Die Größen der Taschen fallen nicht überdimensioniert aus und passen immer. Lagerfeld wäre nicht der humorvolle Alleskönner, der er ist, wenn er seinem Publikum nicht auch noch ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hätte. Manch einer wird gedacht haben, der sexy Gärtner des Schloss Versailles wäre gerade von der Arbeit gekommen, als ein junges, dunkel gekleidetes Model ohne Hemdärmel, hochgekrempelten Hosen und Gießkanne über den von Springbrunnen umsprudelten Catwalk lief. Ja richtig: Gießkanne. Lagerfeld hatte diese mit Leder abgesteppt  und den Aufsatz vergoldet.

Gerade diese Spielchen lassen eine Lagerfeld Modenschau zum echten Highlight werden und nehmen der Highfashion etwas von ihrer elitären Note. Wer also bis zum oberen Ende der Modeleiter klettern will, der sollte es mal mit Punk-Rokoko versuchen.

Marios Schwab Kleider – voller Transparenz und Eleganz

„Stilvoll gekleidet ist man erst, wenn man sich selbst kennt.“ (Marios Schwab)
Marios Schwab ist einer dieser „Newcomer“, die doch schon festen Fuß in der Modewelt gefasst haben. Jedes Jahr verlassen tausende Absolventen die Modeschulen dieser Erde und nicht viele schaffen den Durchbruch. Marios Schwab aber hat es geschafft. Wie die renommierte Durchstarterin Frida Weyer, studierte auch Marios Schwab an der  Berliner Modeschule „Esmode“. Und wie Frida Weyer räumte Marios Schwab so manch hochdotierten Nachwuchspreis ab. Darunter fallen der „Best New Designer Award“ während der British Fashion Awards und der „Swiss Textile Award“, einer der angesehenstens Preise für Nachwuchsdesigner.

Nach dem Studium in Berlin zog es ihn nach London, um am „Central Saint Martins College“ sein Handwerk weiter zu präzisieren.  Auch sein Label gründete er in London im Jahre 2005. In London hatte Schwab auf Anhieb Erfolg. Die Kette TopShop wurde auf Schwab aufmerksam und es entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Designer und Label. Den Sprung über den großen Teich schaffte Marios Schwab im Jahre 2009 als er zum Creative Direktor der anspruchsvollen amerikansichen Marke Halston wurde. Marios Schwab lebt zwischen verschiedenen Welten. Als gebürtiger Athener, mit österreichischem Familienhintergrund, ist der Vierunddreißigjährige von unterschiedlichen kulturellen Einflüssen geprägt. Bekannt sind seine Kollektionen für ihre klaren Linien. Die Kollektion für Herbst/Winter 2012 ist sehr klassisch. Die Kleider, die teils an den Charme der Zwanziger und Dreißiger Jahre erinnern, bestehen aus  feinsten Stoffen. Da Schwab viele Accessoires selbst entwickelt, vornehmlich Schuhe und Hüte, dürfen diese in der neuen Kollektion nicht fehlen.

Für die Hüte verwendet Schwab Formen, die ebenfalls an die Zwanziger Jahre erinnern. Da es Winter ist, tragen Schwabs Models natürlich Winterhandschuhe auf dem Catwalk, es soll ja niemand frieren. Die Handschuhe sind vornehmlich aus schwarzem Leder und harmonieren mit dunklen Kleidern, aufgehübscht mit schwarzen Lederapplikationen. Zwar dominieren bei Schwab, wohl der Jahrezeit geschuldet, die dunklen Farbtöne: Braun, Schwarz, Dunkelgrün und Grau, ganz im Kontrast dazu finden sich aber auch Kleider im hellen Beige. Marios Schwab changiert bei seinen neuen Schöpfungen zwischen dicken Stoffen und ganz im Gegensatz dazu, dünnen Kleidern aus Spitze und Seide. Marios Schwab zeigt durchaus verspielte Elemente. Die Kleider besitzen transparente Oberteile und mit Pailletten besetzte Rockteile. Das alles wirkt sehr jung, sehr aufreizend und äußerst auffallend. Gestickte Details auf den Oberteilen verleihen den Kleidern besonderen Esprit. Auch

Marios Schwabs Abendkleider setzen dieser Jahr auf Transparenz. Teure, hauchdünne, bestickte Seide lässt den Körper ihrer Trägerin durchscheinen. Der Designer Schwab beweist uns unglaubliche Eleganz im Spektrum der Highfashion, die sich manchmal mit dem Eindruck beißt, das ein oder andere Kleid wäre ready-to-wear. Aber das kann natürlich sein. Schwabs Kollektionen aus den Jahren 2007 war eine Ready-to-wear-Kollektion in Kooperation mit Tom Galant. Schwab kann schon heute viele berühmte und weltweit bewunderte Schauspielerinnen und Stars anderer Profession zu seinen Kunden zählen. Kylie Minogue, Viktoria Beckham, Cate Blanchett, Chloe Sevigny, Clemence Poesy und Kate Moss, Emma Watson, Hillary Duff oder Thandie Newton sind schon jetzt süchtig nach seinen Kleidern. Schwab selber sagt über das Geschäft mit dem Modemachen: Personally, i like the risk of creating something and making it successful. This is what a creator should be (…).

Und genau das hat Marios Schwab geschafft, er hat sich selber erfunden, Mut zu neuen modischen Experimenten gezeigt und ist damit extrem erfolgreich gefahren. Mode muss provozieren und dies kann man mit Gewissheit von Schwabs Kollektionen behaupten. Schwab, der sich einmal als Kontroll-Freak bezeichnet hat, fährt mit dieser Einstellung zum Leben und der Mode sehr gut. Wir dürfen also schon auf die nächsten Jahre gespannt sein.

Graphik Design Kleider 2013 – „laut und deutlich“

Moda Operandi hat heute ein ganz besonderes Special für uns: diese Woche wird eine erlesene Auswahl mit allen Graphic Design Kleidern präsentiert. Die Auswahl der Designer kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Neben Prabal Gurung, Calvin Klein und Thakoon, sind auch Kleider von Marni mit von der Partie. Doch was macht diese Kleider, beziehungsweise das Graphic Design aus?

Graphic Designer arbeiten mit gezeichneten, gemalten, fotografierten oder Computer-generierten Bildern. Das Gleiche gilt aber auch für das Design der Buchstaben und der Texturen. Die Graphic Designer erstellen, wählen und organisieren diese Elemente bis sie ein sinnvolles und modisches Bild ergeben. Grafik-Design ist übrigens ein großer Teil des täglichen Lebens der Designer. Von den bescheidenen Dingen wie der Kleiderform, bis hin zu großen Dinge wie die einzelnen Muster auf den Kleidern, bietet diese Art von Gestaltung viele Möglichkeiten, da man die Designs vorher prüfen kann, bevor man sie wirklich greifbar macht und beginnt den Stoff zu verarbeiten.

Grafik-Design ist ein kreativer Prozess. Kunst und Technologie wird miteinander verbunden, um Ideen zu kommunizieren und ein besonders spezielles Endprodukt zu erreichen. Der Designer arbeitet mit einer Vielzahl von Graphik-Tools, um das spezielle Kleid zu entwerfen. Die wichtigsten Instrumente sind Bilder, Ideen des Designers und Typografie.

Unsere Frühjahrs 2013 Graphik Kleider Favoriten, haben sowohl geometrische, als auch gestreifte Formen und Muster. Dieses Kriterium lässt für sich selbst sprechen, und die Botschaft ist laut und deutlich: je kühner, desto besser bleibt dabei das Motto.

Bibhu Mohapatra Kleider der „Acurated Selection“

Mohapatra absolvierte mit einem Master in Wirtschaftswissenschaften an der Jon M. Huntsman School of Business an der Utah State University in 1996, zog dann nach New York City, um sich am Fashion Institute of Technology einzuschreiben. Im Jahr 1997, während er noch studierte, wurde er mit dem Fashion Institute of Technology Critics ‚Award für den besten Evening Wear Designer of the Year ausgezeichnet.

Nach dem Studium wurde er bei Halston der Assistent Designer. Im Jahr 1999 wurde er zum Design Director des französischen Kürschners, J. Mendel. Im Laufe der nächsten zehn Jahre verschob Mohapatra den Schwerpunkt von J. Mendel, um dem Label ein jugendlicheres Aussehen zu verleihen. Zur gleichen Zeit baute er seine eigene ready-to-wear Kollektionen auf. Seine Kreationen wurden bereits regelmäßig in Modezeitschriften wie Style.com, DNA, dem New York Magazine, Forbes Magazine, Wall Street Journal, Vogue und Vogue Russia vorgestellt. Die Bibhu Mohapatra Kleider werden mittlerweile von Angelina Jolie, Cate Blanchett, Sienna Miller, Glenn Close und anderen Stil-Ikonen getragen.

Nach der J. Mendel Frühjahrs-Kollektion 2008 war Mohapatra endlich bereit, sein eigenes Label zu etablieren. So präsentieren wir nun die neuen Bibhu Mohapatra Kleider der „Acurated Selection“. Nachdem er das Image des legendären Luxus-Hauses J. Mendel veränderte, ist es keine Überraschung mehr, dass Bibhu Mohapatra eine Vorliebe für glamouröse Roben hat. Ausschließlich auf Moda Operandi präsentiert der indisch-amerikanische Designer eine Schar von Kopf-Dreh-Schönheiten aus seinen Sammlungen.

Marie Chantal Kleider für den Sommer 2013

Marie-Chantal ist ein spaßige, frische und verspielte Luxus-Kinder-Mode-Marke, spezialisiert auf wunderschöne einzigartige Kleidung, aus den feinsten Stoffen, unverwechselbaren Designs im Ursprung –  stets von der kreativen Vision der Prinzessin Marie-Chantal von Griechenland.

Marie-Chantal bietet dem Kind die gesamte Garderobe, vom Neugeborenen bis zum Alter von 12 Jahren. Die Kleider sind vertrauenswürdig und haben eine stets gleichbleibende, perfekte Passform, immer künstlerisch, und doch zeitlos. Die Kundschaft ist vor allem ein erstrebenswertes und internationales Klientel, welches schöne Kleidung und außergewöhnlichen Mode liebt. Dabei ist es egal, ob es sich um den Einkauf für die eigenen Kinder oder Geschenke für andere handelt.

Die Familie von Marie Chantal ist sehr vielfältig. Marie Chantal und ihr Mann, eine Tochter, 4 Söhne, 2 französische Bulldoggen, und ein Chihuahua namens Rocky.

Vor ein paar Jahren, begann die Prinzessin von Dänemark mit der Gestaltung von Kleidung für Kinder. Dabei konzentrierte sie sich vor allem auf die klassischen Designs und gab ihnen einen verspielten, modernen Twist. Als Mutter von fünf Kindern weiß sie, dass eine gute Passform und hochwertige Stoffe sehr wichtig sind.

All ihre Marie Chantal Kleider besitzen eine hervorragende Qualität und eine tolle Optik. Das Team hat seinen Sitz in einem Studio in London. Dort arbeiten sie mit handverlesenen Fasern, schottischer Wolle und peruanischer Pima-Baumwolle. Die Zusammenarbeit mit sorgfältig ausgewählten Zulieferern weltweit ist dabei von großer Bedeutung.

Auf unserem Partnershop Moda Operandi kannst du jetzt die aktuellen Marie Chantal Kleider kaufen.

Prabal Gurung Kleid von Kate Middleton

Prabal Gurung startete seine erste Kollektion unter seinem eigenen Namen bei der New York Fashion Week im Februar 2009 an der FLAG Art Foundation in Chelsea. Für Herbst 2010 inszenierte er seine erste Modenschau in den Zelten im Bryant Park. Gurungs Entwürfe wurden bereits von Zoe Saldana, Lady Gaga, Jennifer Lawrence, Demi Moore, Oprah Winfrey, Michelle Obama, und Catherine, der Herzogin von Cambridge gekauft. Gurung lebt in New York City.

Biografie

Gurung wurde in Singapur geboren und wuchs in Kathmandu, Nepal auf. Er ging nach St. Xavier School, einer renommierten katholischen Jesuiten Schule in Kathmandu, wo er sein Abitur machte. Prabal begann seine Design-Karriere in New Delhi, Indien. Während seines Studiums an der New Delhi National Institute of Fashion Technology machte er auch eine Lehre er an mehreren lokalen Produktions-und Modehäusern und gestaltete zusammen mit Manish Arora. In Melbourne und London Gurung assistierte er den Stylisten für Modeschauen und internationalen Publikationen. Im Jahr 1999 zog er nach New York City, wo er für Donna Karan internierte während der Teilnahme an der Parsons School of Design. In seinem ersten Jahr wurde er mit dem „Best Designer“ Title bei der jährlichen Parsons / FIT-Design-Wettbewerb ausgezeichnet.

Nach Parsons verbrachte Gurung zwei Jahren mit Cynthia Rowleys Design-Team. Bald darauf wurde er Design Director bei Bill Blass. Nach fünf erfolgreichen Jahren bei Blass startete Gurung seine eigene Sammlung – PRABAL GURUNG. Im Jahr 2010 war er der Empfänger des Ecco Domani Fashion Fund Award und erhielt eine Nominierung für den 2010 CFDA Swarovski Womenswear Award.

Auf Moda Operandi kann man jetzt nichts Geringeres kaufen als das originale Prabal Gurung Kleid von Kate Middleton. Das Stück ist nur für kurze Zeit erhältlich und sollte sich schnell gesichert werden.